Geheimnis 2

Teran-Wein

eine bemerkenswerte Karst-Besonderheit

Hat der Teran-Mythos tatsächlich reale Wurzeln?

In den letzten Jahrhunderten wurden die Eigenschaften des Teran von zahlreichen Experten untersucht. Während seine wesentlichen Besonderheiten heute gut bekannt sind, bleiben einige seiner Eigenschaften – bedingt durch den Klimawandel – weiterhin Gegenstand intensiver Forschung. Allein die aktuellen Erkenntnisse über diesen Wein sind schlichtweg faszinierend. Unter den Rotweinen, die in diesem Teil Europas gekeltert werden, besticht Teran mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Anthocyanen, jenen roten Farbstoffen, denen die Wissenschaft zahlreiche positive Effekte auf die menschliche Gesundheit zuschreibt. Abgesehen von seiner intensiven Farbe überzeugt Teran mit einem Duftprofil nach Beeren und Waldfrüchten, einer reichen Mineralität, moderaten Tanninen, hohem Extrakt und einer ausgewogenen Säure. Der Grund für diese besondere Säure, die beim Genuss von Teran den Appetit wecken soll, liegt im günstigen Verhältnis von Wein- zu Milchsäure. Die Weine enthalten im Durchschnitt etwa 12 Vol.% Alkohol, weshalb Teran zu den alkoholärmeren Weinen gezählt wird.

Teran und Gesundheit

Die mediterrane Ernährung, die reich an pflanzlichen Lebensmitteln ist und traditionell auch Wein umfasst, trägt wesentlich zum Schutz unserer Gesundheit bei. Diese Nahrungsmittel enthalten neben wertvollen Nährstoffen auch zahlreiche Moleküle, sogenannte Polyphenole, die die Vitalität unserer Zellen fördern. Forschungsergebnisse1 belegen, dass „ernährungsbedingte Polyphenole den Körper vor Krebs, chronischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nervensystemerkrankungen, chronisch entzündlichen Krankheiten, Stoffwechselstörungen und Fettleibigkeit schützen“.

Wein ist besonders reich an Polyphenolen. Das gilt insbesondere für den Teran, der durch seinen hohen Gehalt an roten Farbstoffen – den Anthocyanen, einer Untergruppe der Polyphenole – besticht. Diese leicht geheimnisvollen Moleküle stehen im Mittelpunkt zahlreicher wissenschaftlicher Studien, die in jüngster Zeit auch positive Effekte auf die Funktion unseres Gehirns aufzeigen.

Ein maßvoller Genuss von Teran kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Doch Vorsicht: Dieser Effekt zeigt sich nur, wenn man täglich ein bis zwei Deziliter2 einnimmt. Wird mehr konsumiert, geht der Nutzen verloren – der Körper kann die wertvollen Moleküle nicht mehr aufnehmen und scheidet sie aus. Und übermäßiger Alkoholkonsum ist, wie bekannt, generell gesundheitsschädlich.

1 Sabina Passamonti, Universität Triest, im Sammelwerk Trajnostni razvoj kmetijstva in turizma na čezmejnem Krasu, Projekt Agrotur II
2 Hinweis des Gesundheitsministeriums: Alkohol kann gesundheitliche Folgen haben!